Mit Unterstützung von zwei Büros aus Leipzig erarbeitet die Stadtverwaltung Brandis derzeit ein integriertes Stadtentwicklungskonzept, kurz InSEK genannt. Das wird nicht nur als Grundlage für künftige Förderungen durch den Bund und den Freistaat Sachsen betrachtet, sondern auch als zukunftsfeste, strategische, fortschreibungsfähige Konzeption für den künftigen Entwicklungsweg der Stadt. In dem Betrachtungszeitraum bis zum Jahr 2030 werden die kommunalen Handlungsfelder und die einzelnen Ortsteile auf spezifische Stärken und Schwächen analysiert, mögliche Alleinstellungsmerkmale und Zukunftspotenziale herausgearbeitet sowie Handlungsschwerpunkte festgeschrieben. Das Ziel besteht darin, eventuellen Fehlentwicklungen, die die Tragfähigkeit von Einrichtungen der sozialen und technischen Infrastruktur gefährden könnten, von vornherein entgegenzuwirken.

Dabei möchte die Stadt Brandis eine breite Beteiligung und Unterstützung verschiedenster Akteure ermöglichen, wozu, nach einer bereits stattgefundenen Einwohnerversammlung am 22. Juni, die vorliegende Umfrage beitragen soll. Die Themenfelder, die dabei betrachtet werden, sind weit gestreut und reichen von der Bevölkerungsentwicklung, über Kinder-, Jugend- und Seniorenbetreuung, bürgerliches Engagement und Vereinsleben, Daseinsversorge, öffentlichen Personen- und Nahverkehr, bauliche Entwicklung, Klimaschutz bis hin zur Wirtschafts- und Tourismusförderung.

„Das ist für alle Bürgerinnen und Bürger eine Möglichkeit, sich aktiv an der Entwicklung der Stadt und ihrer Ortsteile zu beteiligen“, ruft Bürgermeister Arno Jesse zum Mitmachen auf. In den letzten Jahrzehnten wurde viel erreicht, dennoch gibt es sicherlich auch Bereiche in denen noch verborgene Entwicklungsmöglichkeiten erkannt und Handlungsbedarf gesehen wird.

Auf dem Beteiligungsportal der Stadt Brandis, kann man anonym an der Befragung teilnehmen. Der Fragebogen ist bis zum 30.09.2017 aktiv.