Es ist eine Idee, die direkt aus der Bevölkerung kam: In Brandis soll am 2. September ein Hofflohmarkt stattfinden. Initiatorin Yvonn Semek hat sich mit Ihrem Anliegen direkt an die Stadtverwaltung und die Ansprechpartner der Mit-Mach-Stadt gewandt.

Diese ist ein Ergebnis der Innovationskommune Sachsen, entstand innerhalb des Projektes gemeinsam mit dem Sächsischen Staatsministerium des Innern und dem Design Research Lab der Universität der Künste Berlin. Auch wenn das Projekt Innovationskommune vorbei ist, sollte die Mit-Mach-Stadt weiter mit Leben gefüllt werden. Das kann nur gemeinsam mit Bürgerinnen und Bürgern sowie den Händlern der Innenstadt geschehen. „Wir unterstützen das Vorhaben sehr gern. Es gibt bestimmt noch mehr so tolle Ideen wie den Hofflohmarkt, die sich gemeinsam zum Wohl der Stadt umsetzen lassen“, ist sich Bürgermeister Arno Jesse sicher. Die Werkzeuge sind vorhanden. Neben organisatorischer Unterstützung durch die Mit-Mach-Stadt und deren Plattform im Internet (www.mitmachen.mit-mach-stadt.de) steht außerdem der Online-Stadtplan der Stadt Brandis (www.kartenblatt.de/brandis) zur Verfügung. Hier werden die Standorte der Teilnehmer in der Karte angezeigt und laufend aktualisiert – alles Ergebnisse der Innovationskommune. Somit konnten die Kräfte gebündelt werden.

Hofflohmarkt – so funktioniert es

Knapp 40 Interessenten haben sichfür den 1. Brandiser Hofflohmarkt am 2. September angemeldet, um Sachen, die zu schade für die Tonne sind, vielleicht an den Mann oder die Frau zu bringen. Nötig ist dafür nur ein eigener Hof oder die Einfahrt. „Es geht sicher vielen so, dass sie Spielzeug, Fahrzeuge oder Sachen von Kindern noch im Keller haben. Die Idee ist, dass man ganz Brandis zum Flohmarkt macht. Die Interessenten laufen oder fahren mit dem Rad dann die Teilnehmer ab und stöbern in deren Angeboten“, erklärt Yvonn Semek. Gemeinsam mit ihrer Familie hat sie solch einen Hofflohmarkt in einer anderen Stadt erlebt und war begeistert. Von 11 bis 17 Uhr läuft der Hofflohmarkt unkompliziert, selbstorganisiert und gebührenfrei. Einige Punkte sind zu beachten:

  • Jede teilnehmende Hausgemeinschaft präsentiert ihre Schätze direkt vor der eigenen Haustür und ist für Gestaltung und Verkauf selbst verantwortlich.
  • Der Flohmarktverkauf findet auf privater Fläche statt, also im Hof oder im Vorgarten. (Für die Nutzung von öffentlichen Flächen wie Gehwegen etc. ist ein persönlicher Antrag beim Ordnungsamt nötig).
  • Verkauft werden darf alles, außer Speisen und Getränke. Händler sind nicht zugelassen, der Hofflohmarkt ist eine nachbarschaftliche, nicht-gewerbliche Aktion.

Yvonn Semek: „Neben den verschiedenen Schnäppchenangeboten bietet sich sicher auch die Gelegenheiten für den einen oder anderen netten Plausch mit bekannten und bisher unbekannten Nachbarn. Und vielleicht auch spannende Einblicke in Brandiser Hinterhöfe oder Gärten.“ Also, ab auf's Fahrrad oder die bequemen Schuhe angezogen und tingeln Sie durch die Stadt - von Hof zu Hof.