EhrennadelMit der Einführung des Neujahrsempfangs 2014 verband Bürgermeister Arno Jesse auch Auszeichnungen für ehrenamtlich engagierte Bürgerinnen und Bürger der Stadt Brandis. So können die Ehrungen in diesem festlichen Rahmen stattfinden.
Die Wertschätzung des Ehrenamtes und des Miteinanders für Brandis steht dabei im Mittelpunkt. Brandis ist eine Stadt, die lebens- und liebenswert ist. Bürgerinnen und Bürger bringen sich gerne ein, weil sie sich mit ihr identifizieren. Dieses Engagement soll mit den Auszeichnungen gewürdigt werden.
Die Ehrung wird in den Kategorien „Heimat- und Kulturpflege“, „Kinder, Jugend, Sport“, „Soziales Engagement“ sowie in einer „Sonderkategorie“ vorgenommen.

Ausgezeichnete Ehrenamtler 2016 sind:

„Heimat- und Kulturpflege“:Tobias Schmidt

Schmidt TobiasEr ist Chorleiter des Polenzer Frauenchors und des Männerchors. Geprobt wird wöchentlich, Konzerte werden in der Öffentlichkeit und bei privaten Feiern gegeben. Das Repertoire umfasst Volkslieder, Schlager und Gospelsongs. Diese Aktivitäten wären ohne den Chorleiter, der einem Vollzeit-Job nachgeht, nicht möglich. Er sucht  Lieder aus, bereitet die Kopien vor, studiert mit den Mitgliedern die Texte und Melodien ein. Durch seine ausgeglichene, feinfühlige Art gelingt es ihm, auch die Sänger und Sängerinnen, die nicht so gut bei Stimme sind, zu Höchstleistungen zu bringen. Wöchentlich nimmt er zweimal von seinem Wohnort Leipzig den Weg auf sich, um mit den Chören zu proben. Dazu kommen die immer häufiger werdenden Auftritte.

 

„Kinder, Jugend und Sport“: Frank Mittag

Mittag FrankEr engagiert sich seit Jahren im FSV 1921 e.V. im Fußballgeschehen. Neben dem ehrenamtlichen Training und der Organisation für die D-Jugend beim Verein steht er als Turnierleiter der Hallencupserie, die im Januar das 11. Mal ausgetragen wird.

Für zwei Jungs seiner Mannschaft, die im Kinder- und Jugendwohnen „Schwalbennest“ in Waldsteinberg leben, organisierte er mit Spendengeldern, die während des Hallenturniers gesammelt wurden, zwei gebrauchte Fahrräder. Zuvor hatte er die beiden Kicker oft mit seinem privaten Pkw nach dem Training in die Einrichtung gefahren. Desweiteren kümmert er sich um die Öffentlichkeitsarbeit, schreibt Berichte und macht Fotos unter anderem für die vereinseigene Homepage.

 

„Soziales Engagement“:Christiane Meier

Meier ChristianeSeit 1989 werden über die deutschlandweite Aktion „Kinder helfen Kindern“ der Organisation ADRA zur Weihnachtszeit auch in Brandis Päckchen gepackt. Christiane Meier lässt sich mit ihren Unterstützern auch nicht davon entmutigen, dass die Räumlichkeiten in der Töpfergasse nicht mehr zur Verfügung stehen. Trotzdem werden beispielsweise Leerkartons in den Schulen und Kindereinrichtungen verteilt. Dort werden sie von Kindern gemeinsam mit Eltern, Erziehern und Lehrern mit Spielzeug, Schulmaterial und/oder Süßwaren bestückt. Zurück bei ADRA gehen sie auf reisen zu Not leidenden Kindern in Osteuropa.

 

 

„Sonderkategorie“: Pfarrer i.R. Ulrich Seidel

Seidel UlrichAm 15. November 2004 wurde Pfarrer Ulrich Seidel nach einer zweijährigen Vakanz in sein Amt eingeführt. In dem Jahrzehnt seiner Amtszeit in Brandis wurden rekonstruierte Orgeln geweiht, Räumlichkeiten wie der Gemeindesaal in Brandis geschaffen oder es haben Glockenweihen stattgefunden. Besonders viel Aufmerksamkeit widmete Pfarrer Seidel den Jüngsten. Ob Kindergottesdienste oder seine Auftritte als St. Martin mit Mantel, Holzschwert und einem Helm aus Alufolie werden nicht nur den Kleinsten in bester Erinnerung bleiben. Laudator Andreas Bunk umschrieb es so: „Mit Ihrer ansteckenden Fröhlichkeit, Ihrer offene und mitreißenden Art haben Sie die Herzen der Brandiser im Sturm erobert.“ – und das Leben in der Stadt mitgeprägt.

Ausgezeichnete Ehrenamtler 2015 sind:

Schiertz

„Sonderkategorie“: Pfarrer i.R. Manfred Schiertz

Bereits im November 1989 öffnete der damalige Brandiser Pfarrer auf Bitten von Mitgliedern des „Neuen Forums“ die Kirche für eine Zusammenkunft. Er moderierte regelmäßig den „Runden Tisch“ in Brandis – am 10. Januar war 25-jähriges Jubiläum – und nahm zur Partnerkirchgemeinde Hohenhameln Kontakt auf.

 

„Heimat- und Kulturpflege“: Jens MüllerMller

Seit mittlerweile mehr als 20 Jahren führt er fast monatlich Wanderungen für Gäste des Fachklinikums, Natur- und Geschichtsinteressierte über den Kohlenberg durch. Weitere Ziele seiner auch bei beispielsweise Neu-Brandisern beliebten Wanderungen sind das Naturschutzgebiet Polenzwald, die Tongrube Reinhild und das Waldbad. Als Ornithologe vor Ort ist er seit 2014 auch für Brandis Kreisnaturschutzbeauftragter.

Vogel

„Kinder, Jugend und Sport“: Christoph Vogel

Er ist Mitglied der Jugendfeuerwehr und beteiligte sich aktiv bei der Vorbereitung und Durchführung des Jugendkonvents in Brandis.
Außerdem bringt er sich regelmäßig bei den Sitzungen der Steuerungsgruppe innerhalb von „Jugend bewegt Kommune“ ein und ist aktiv im Schulalltag und außerhalb des Gymnasiums ehrenamtlich tätig.

 

 

Fischer

„Sonderkategorie“: Erwin Fischer

Ihn kann man getrost als „gute Seele“ bezeichnen. Er schließt die Beuchaer St. Ludwigskapelle vor Gottesdiensten auf, pflegt den Kirchgarten und kümmert sich vor allem um ältere Menschen. Uneigennützig fährt er sie zum Beispiel mit seinem privaten Pkw zum Arzt oder hilft beim Einkaufen. Außerdem ist er seit über 50 Jahren beim Bund der Vertriebenen aktiv und im Vorstand.

 

„Soziales Engagement“: Volkssolidarität, Vorstand der Ortsgruppe Brandis

Die größte Ortsgruppe unserer Stadt ist aktiv in der Seniorenarbeit tätig. Sie organisieren 14-tägige Veranstaltungen, die von Vorträgen der Volkshochschule über Faschingsfeiern bis hin zu Modenschauen oder Kabarett reichen. Außerdem werden in der Sommerpause Tagesfahrten zum Kyffhäuser oder zur Weinverkostung Richtung Saale-Unstrut auf die Beine gestellt – und das, obwohl sie alle selbst Ruheständler sind.

 

Ausgezeichnete Ehrenamtler 2014 sind:

Käte LöhrHeimat- und Kulturpflege: Käte Löhr

Käte Löhr möchte sich nicht mit fremden Federn schmücken. Die Ortschronistin macht sich seit vielen Jahrzehnten um die Beuchaer Historie verdient. Dieses starke Engagement wurde mit der Ehrennadel ausgezeichnet. Dennoch - Käte Löhr möchte alle Brandiser wissen lassen: Sie ist nicht die erste Brandiserin, die eine Chronik über die Stadt verfasste. Vielmehr konnte sie auch auf wichtige Werke Anderer zurückgreifen.

 

Ina ExnerKinder, Jugend, Sport: Ina Exner

Ina Exner könnte glatt als 50-jährige durchgehen. Jung geblieben und voller Energie begeistert sie seit mehr als 50 Jahren Brandiser Kinder für das Turnen. Sie ist als Trainerin und Kampfrichterin im SV Stahl Brandis tätig, ihr Einsatz erstreckt sich jedoch weit über das Turnen hinaus. Ihre Laudatorin, die 18-jährige Gymnasiastin Elisa Kreiß, beeindruckte die Zuhörer mit einer klugen und hoch emotionalen Dankesrede.

 

Almut FrankeSoziales Engagement: Almut Franke

Almut Franke bringt Senioren ein Englisch bei, von dem Muttersprachler denken, es wird seit Jahrzehnten gesprochen. Das tut sie seit 2007 mit großem Engagement und herzlicher Freundlichkeit im Altenpflegeheim Bergstraße in Brandis.

 

Hans Werner Baersch 652Sonderkategorie: Hans-Werner Bärsch

Hans-Werner Bärschs„…zahlreiche Aktivitäten für Akzeptanz und Pflege von Demenzkranken sind beispiellos.“. Er baute unter anderem nach der Wende das Brandiser Seniorenzentrum mit auf und macht sich stark, Selbsthilfegruppen für Betroffene zu unterstützen. Selbst international ist er ein gefragter Ratgeber.

 

Dr. Ulrich SeidelFluthelferorden: Dr. Ulrich Seidel

Dr. Ulrich Seidel ist Pfarrer der Gemeinde Brandis und war an diesem Abend Preisträger und Laudator gleichzeitig. Im Juni 2013 war er selbstlos als Notfallseelsorger für die Opfer der Juniflut 2013 da. Dabei möchte er nicht sich selbst im Vordergrund sehen, sondern mehr Aufmerksamkeit auf das große und tiefgreifende Engagement aller Notfallseelsorger richten.

 

René KunathFluthelferorden: René Kunath

Die eigentlichen Aufgaben von Herrn Kunath bei den Johannitern liegen im administrativen Bereich. Während der Flut 2013 war auch operativ unterwegs, einmal mehr als 24 Stunden im Dauereinsatz. „Und was macht Rene Kunath am Feierabend nach seinem Hauptamt? Er ist ehrenamtlich bei den Johannitern, er ist ein „Vollblutjohanniter!“