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Erstmals in diesem Jahr hatte die Stadt Brandis – mit einem einstimmigen Beschluss des Stadtrates am 31. März 2020 – einen Bürgerfonds aufgelegt. Die Stadt Brandis bekommt über das Gesetz zur Gewährung pauschaler Zuweisungen zur Stärkung des ländlichen Raumes jährlich 70.000 Euro vom Freistaat Sachsen zugewiesen. „Es war die Idee, dieses zusätzliche Geld direkt für Bürgerprojekte zur Verfügung zu stellen“, erklärt Bürgermeister Arno Jesse. Mit dem Stadtratsbeschluss war dies möglich und so wurden die Bürgerinnen und Bürger aufgerufen, ihre Idee, Projekte und Vorhaben einzureichen. Dabei wurden die Zugangshürden bewusst niedrig gehalten, um einen Ansporn für die Mitgestaltung der Heimatstadt zu geben.

„Die Ideen konnten über die bereits bewährte und gut genutzte Mit-Mach-Plattform eingereicht werden“, sagt Jesse. Es gab auch eine analoge Möglichkeit, die aber nicht genutzt wurde. Eine erste Auswahl der insgesamt 22 Projekte trafen die Mitglieder der Mit-Mach-Stadt zu ihrer Oktober-Sitzung. Denn nicht alle der Ideen können umgesetzt werden. Einerseits würde das Geld dann nicht reichen, andererseits scheiterte manches auch an bestehendem Baurecht oder der fehlenden öffentlichen Zugänglichkeit. Die Prioritätenliste der Mit-Mach-Stadt galt nun als Empfehlung für die Stadträte am 3. November. Für die in die engere Auswahl gekommenen Projekte wurde die Stadtverwaltung mit einer Enthaltung beauftragt, die vertragliche Grundlage mit den Initiatoren zu schaffen. Die machen dann wiederum ihr Vorhaben konkret, unterlegen es mit belastbaren Angeboten – falls nicht bereits geschehen – und nach der Vorstellung im Technische Ausschuss wird dieser dann über jedes einzelne Projekt entscheiden.

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