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Kooperation Grundzentraler Verbund

Die Stadt Brandis und die Gemeinde Borsdorf sind jetzt eine Kooperation als Grundzentraler Verbund eingegangen. Die Borsdorfer Bürgermeisterin Birgit Kaden und Arno Jesse, Bürgermeister der Stadt Brandis, unterzeichneten dazu die Kooperationsvereinbarung für eine intensivere Zusammenarbeit in diesem Konstrukt. Es ist ein Schritt in Sachen Anpassung an den Regionalplan Westsachsen 2017. Der Brandiser Stadtrat gab dafür im Vorfeld in seiner Sitzung am 2. März einstimmig grünes Licht.

Arno Jesse „Wir intensiveren hier nochmals unsere Zusammenarbeit, die wir im Aktionsraum Partheland eh schon sehr gut pflegen, werden uns hier aber noch spezifischeren Aufgaben unserer beiden Kommunen annehmen. Insbesondere die Themen Versorgung, ob nun Einzelhandel oder auch Fachärzte, Jugendarbeit aber auch Kriminalitätsprävention wollen wir dabei als erstes angehen.“ Das dies mit Borsdorf bisher bereits bestens funktioniert, zeigen die gemeinsame Anschaffung einer Kehrmaschine sowie der Fakt, dass die beiden Kommunen bereits seit fünf Jahren einen gemeinsamen Standesamtsbezirk haben.

Die Kooperation setzt zudem auf die Fortentwicklung der begonnenen interkommunalen Zusammenarbeit im Aktionsraum Partheland auf. Enthalten sind unter anderem die Abstimmungen in Bezug auf die Entwicklung der zentralörtlichen Funktionen beider Kommunen, Abstimmungen in der Flächennutzungs- und Bauleitplanung als auch ganz konkrete Formen der interkommunalen Zusammenarbeit. Ziel ist es, die grundzentrale Versorgung in der Fläche zu gewährleisten. „Das sind Aufgaben, die man als einzelne Kommune mit einer Größe wie Brandis oder Borsdorf allein nicht stemmen kann“, erklärt Jesse. Deshalb sieht die Regionalplanung die Kooperation verschiedener Kommunen innerhalb eines grundzentralen Verbundes vor. Nachdem Naunhof als Partner für Brandis seitens des Regionalen Planungsverbandes nicht gewünscht war und mittlerweile einen Grundzentralen Verbund mit Großpösna bildet, sind nun Borsdorf und Brandis diesen Schritt gegangen.

In der Vereinbarung geht es auch um die Stärkung und Sicherung der Wirtschafts-, Wohn- und Schulstandorte wofür in folgenden Bereichen zusammengearbeitet wird:

  • Gemeinsame Interessenabstimmung bei ortsverbindenden ÖPNV-Linien (Bus als auch Regionalbahn oder S-Bahn) inkl. Abstimmung von Fahrzeiten und Strecken
  • Abstimmung zu Fragen der Schulnetzplanung und damit zusammenhängenden Maßnahmen durch die Schulträger
  • Zusammenarbeit im Bereich Kindertagesstätten und Tagesmütter, Abstimmung von Bedarfs- und Angebotszahlen
  • Abstimmung zu Fragen der Jugend- und Sozialarbeit
  • Zusammenarbeit mit sozialen Projektträgern
  • Abstimmung bei der Akquise von großen Gewerbeansiedlungen

Jesse: „Ich möchte aber betonen, dass die jeweilige Selbstverwaltung dabei die selbstverständliche Grundlage der angestrebten, dauerhaften Kooperation ist. Interkommunale Zusammenarbeit bedeutet nicht Fusion.“ Das dies mit Borsdorf bisher bereits bestens funktioniert, zeigen die gemeinsame Anschaffung einer Kehrmaschine sowie der Fakt, dass die beiden Kommunen bereits seit fünf Jahren einen gemeinsamen Standesamtsbezirk haben.